Gemäss Hersteller sollten Wassererwärmer (Boiler) alle 3 bis 5 Jahre gewartet werden. Unsere Erfahrungen zeigten, dass dank der guten Wasser Qualität und dem eher geringen Kalkgehalt im Hinwiler Trinkwasser 5 Jahre bei normalen Betrieb (60°C Betriebstemperatur) ausreichend sind. (Der Wartungsintervall verkürzt sich mit zunehmender Temperatur.)
Mit einer regelmässigen Wartung ihres Wassererwärmers erhöhen Sie die Lebensdauer massiv, Sie sorgen für hygienisch einwandfreies Warmwasser, sparen Energie und schützen sich vor bösen Überraschungen.
Wartungsarbeiten am Boiler
Folgende 5 Wartungsarbeiten führen wir standartmässig bei einer Wartungsauftrag durch:
Unserem Grundwasser löst aus dem Gestein natürliche wertvolle Mineralien wie zum Beispiel Calzium und Magnesium. Diese und weitere Mineralien finden Sie dann auch in gelöster Form in unserem gesunden Leitungswasser wieder. Durch Erwärmung des Wassers scheiden sich diese Mineralien aus und setzen sich an den Heizstäben fest. Diese Ablagerungen werden allgemein als Kalk bezeichnet.
Kalk wirkt als Wärmeisolator. Diese Eigenschaften ist bei einem Wassererwärmer nicht erwünscht, da Kalkablagerungen an den Heizstäben dazu führen, dass die Wärme nicht genügend schnell ans Wasser abgegeben werden kann. Durch die Kalkablagerungen reduziert sich der Wirkungsgrad der Heizstäbe und es steht Ihnen somit weniger Warmwasser zur Verfügung. Durch die isoliernde Wirkung können die Heizstäbe auch überhitzen, was zu einem Defekt führen kann, so dass der Heizstab ersetzt werden muss.
Deshalb ist es wichtig die Heizkörper regelmässig vom Kalk zu befreien.
Durch unser Wassererwärmer fliessen jährlich ca. 22’000 Liter Wasser pro Kopf.
Kleine Fremdpartikel die mit dem Trinkwasser ein geschwemmt werden, setzen sich zusammen mit Kalk am Boden des Wassererwärmers ab. Über die Jahre entsteht dadurch auf den Grund der sogenannte Boilersumpf, ein idealer Nährboden für Bakterien.
Um die Ausbreitung der Bakterien zu verhindern, wird von uns der Boilersumpf restlos entfernt.
Fügt man verschiedene Metalle und Wasser zusammen, entsteht ein elektrochemischer Vorgang. Wie bei der Galvanisierung wird Material vom unedleren Material (Anode) abgetragen und auf dem edleren Metall (Kathode) aufgetragen. Diese Eigenschaft macht man sich auch zum Schutz des Boilers zu nutze. Von der Magnesium Schutzanode, werden durch den elektrochemischen Vorgang Material abgetragen und in allfälligen feinen Rissen und Löcher des emailierten Boilermantels abgelagert. Solange die Schutzanode noch genügend Spendematerial zur Verfügung stellen kann, bleibt der Korisionsschutz des Boilers bestehen.
Schutzanoden sollten regelmässig überprüft, gereinigt und bei Bedarf frühzeitig ersetzt werden.
Dichtungen können über die Jahre spröde und undicht werden. Wärme beschleunigt die Alterung der Dichtung zudem.
Eine undichte Stelle kann unerwünschte Folgen haben und Wasserschäden verursachen.
Aus diesem Grund ersetzen wir die Boilerflanschdichtungen in der Regel bei jeder Boilerentkalkung.
Die ideale Betriebstemperatur Ihres Wassererwärmers beträgt zwischen 60°C und 65°C.
Zu hohe Temperaturen erhöhen die Kalkablagerung und verkürzen so den Wartungsintervall. Zudem bedeutet eine höhere Betriebstemperatur auch einen höheren Energieverbrauch.
Temperaturen unter 60°C sollten Sie auch vermeiden, denn damit ermöglichen Sie es den Bakterien sich zu vermehren. Aus diesem Grund überprüfen wir diese Einstellung für Sie und stellen diese nach Bedarf und Rücksprache für Sie ein.
Bei modernere Anlagen können tiefere Temperaturen eingestellt werden (z.B. 55°C), sie werden dann nur noch 1x pro Woche über 60°C aufgeheizt um Bakterien abzutöten.
Wartungsablauf
Üblicherweise läuft die Boiler-Wartung wie folgt ab:
Unsere Kunden erhalten von uns alle 5 Jahre, wenn die nächste Wartung des Wassererwärmers ansteht, ein Schreiben.
Hinweis:
Sind Sie noch kein Kunde von uns, möchten aber gerne zur gegebenen Zeit erinnert werden?
Kein Problem, teilen Sie uns einfach Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer und das Datum der letzten durchgeführten Wartung mit, wir werden Sie gerne zur gegebenen Zeit daran erinnern, völlig unverbindlich.
Ist eine Wartung fällig, nehmen Sie Kontakt mit uns auf und vereinbaren mit uns einen für Sie geeigneten Termin.
Dabei werden wir Sie über den genauen Ablauf und die nötigen Vorbereitungen informieren.
Um die Wartungsarbeiten durchführen zu können, muss der Boiler ausgeschalten werden, die Warmwasserzufuhr gestoppt und der Wassererwärmer komplett entleert werden. Damit das Entleeren zügig voran geht, verweden wir eine Pumpe.
Danach können die verschiedenen Wartungsschritte (siehe oben) durchgeführt werden.
In der Regel rechnen wir mit ca. 2,5 – 3,5h Aufwand. Dieser ist abhängig von der grösser des Boilers und vom Verkalkungsgrad.
Wir geben unser Bestes, damit Sie möglichst bald wieder Warmwasser haben.
Wichtig:
Dies bedeutet für Sie, dass Sie während dieser Zeit ohne Warmwasser auskommen müssen. Selbstverständlich steht Ihnen jedoch jederzeit kaltes Trinkwasser zu Verfügung.
Nach dem unsere Arbeit erledigt ist, wird der Wassererwärmer wieder mit Trinkwasser gefüllt und eingeschalten.
Bitte beachten Sie das bei Elektroboiler das Aufheizen des Wassers normalerweise nur Nachts statt findet und Ihnen deshalb Warmwasser erst am nächsten Morgen zur Verfügung steht.
Für Boilern die mit der Wärmepumpe oder Oel-/Gas-Heizung verbunden sind, trifft dies nicht zu. Jedoch ist auch hier zu beachten, dass der Boiler komplett entleert und mit 5-7°C kalten Wasser gefüllt wurde. Die Aufwärmzeit beträgt daher auch hier zwischen 2-4 h.
Sie möchten mit uns einen Termin vereinbaren?
Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.
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